Krönender Abschluss des Projekts CEFoodCycle: Aquaponik trifft auf Insektenmastfarm
Am 27. Oktober wurde bei Solos in Tramin die erste Insektenmastanlage Südtirols eingeweiht – ein wichtiger Schritt hin zu einer zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft.
CEFoodCycle
Inspiration trifft Innovation: Beim Circular Lunch feierten wir den erfolgreichen Abschluss des Projekts CE Food Cycle und blickten gemeinsam in eine zirkuläre Zukunft für Südtirol.
Am 1. Oktober fand der Circular Lunch im kleinen und feinen Condito in Bozen statt – ein besonderer Moment, um gemeinsam auf das erfolgreiche Interreg Alpine Space Projekts CEFoodCycle zurückzublicken. In einem wertschätzenden Rahmen kamen die Stakeholder des Circular Food Hubs zusammen, um das Projekt Revue passieren zu lassen, die Meilensteine zu reflektieren und künftige Perspektiven der Kreislaufwirtschaft im Lebensmittelsektor zu diskutieren.
In den vergangenen zwei Jahren hat das Projekt CEFoodCycle wertvolle Grundlagen geschaffen, um zirkuläre Geschäftsmodelle im Lebensmittelsektor in Südtirol zu fördern. Ziel war es, Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu vernetzen und gemeinsam Wege zu entwickeln, wie Ressourcen im Kreislauf gehalten und Abfälle reduziert werden können.
Es war spürbar: Beim Treffen des Circular Food Hub Südtirol lag Aufbruchsstimmung in der Luft. Projektleiterin Petra Untermarzoner, M.Sc., betonte in ihrer Rede, wie entscheidend der Dialog zwischen Unternehmertum und Wissenschaft für den Erfolg zirkulärer Ansätze ist. „Nur wenn wir gemeinsam denken und handeln, kann eine zirkuläre Wirtschaft Wirklichkeit werden“, lautete ihre Botschaft. Das große Interesse und die lebhaften Diskussionen der Teilnehmenden zeigten deutlich: Der Einsatz trägt Früchte – weit über das Projekt hinaus.
Das Visual Design zum Projekt CE Food Cycle fängt diese Energie eindrucksvoll ein. Mit klaren Linien und starken Farben macht es sichtbar, worum es uns ging: eine zirkuläre Wirtschaft im Lebensmittelsektor verständlich und greifbar zu machen. Es zeigt, wie eng Themen wie Netzwerkarbeit, Wissensvermittlung, Digitalisierung und zirkuläre Geschäftsmodelle miteinander verwoben sind – wie Zahnräder, die nur gemeinsam funktionieren.
Unser Ziel war es, Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Politik an einen Tisch zu bringen, um Lösungen zu entwickeln, die ökologische, ökonomische und soziale Werte vereinen. Kreislaufwirtschaft bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Innovation zu fördern und Ressourcen im Umlauf zu halten – für eine resiliente und nachhaltige Zukunft.
Das Visual bringt diese Botschaft auf den Punkt:
Zirkuläre Wirtschaft ist starke Wirtschaft.
Besonders inspirierend waren die Begrüßungsworte von Andreas Loacker. Er machte deutlich, dass Kreislaufwirtschaft funktioniert – und dass sie nicht nur ein Trend, sondern gelebte Praxis sein kann. Am Beispiel des Waffelherstellers Loacker zeigte er, wie viele Kreisläufe konsequent geschlossen werden und dass dies bereits seit langem geschieht, nicht zuletzt auch, um Kosten zu sparen. Ein sehr anschauliches und praxisnahes Beispiel dafür, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Nutzen Hand in Hand gehen.
Mattia Baroni (re.garum) und Matthäus Kircher (Solos Aquaponic) geben spannende Einblicke in die Entwicklung ihrer Start-ups, die konsequent auf Kreislaufwirtschaft setzen. Sie zeigen eindrucksvoll, dass zirkuläre Geschäftsmodelle in Südtirol längst keine Vision mehr sind, sondern gelebte Realität.
Auch Klaus Egger, Sonderbeauftragter für Nachhaltigkeit der Provinz Bozen, betonte die Bedeutung des Projekts für die Weiterentwicklung geeigneter Rahmenbedingungen auf dem Weg zu einer zirkulären Wirtschaft.
Spannende wissenschaftliche Impulse lieferten die Professoren der Freien Universität Bozen Prof. Dr. Matteo Scampicchio (Fakultät für Food Tech) und Prof. Dr. Aart van Bezooijen (Fakultät für Design & Art). Unter dem Titel „Lebensmittel in Kreisläufen denken“ zeigten sie auf, wie Food Technology und Design entscheidend dazu beitragen können, Innovationen in der Kreislaufwirtschaft voranzubringen – zwei unterschiedliche Disziplinen mit einem gemeinsamen Ziel.
Im Rahmen eines interaktiven Workshops wurden alle Teilnehmer eingeladen, die Strategie der Kreislaufwirtschaft 2026 im Food Sektor mitzugestalten. Diese wird künftig fest in die Food-Strategie der IDM Südtirol-Alto Adige integriert, um die Kreislaufwirtschaft langfristig zu verankern.
Der Circular Lunch hat gezeigt: Südtirol ist für die Entwicklung zirkulärer Geschäftsmodelle ein Stück weitergekommen. Das Projekt CEFoodCycle hat nicht nur Wissen vermittelt und Netzwerke geschaffen, sondern auch Motivation und Zuversicht gestärkt, dass Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittelbranche dauerhaft Wirkung entfalten kann.
Zirkuläres Denken und Handeln bringt uns entscheidend weiter auf dem Weg zu unserem großen Ziel: Südtirol als begehrtesten Lebensraum in den Alpen zu gestalten.
Ansprechperson: Petra Untermarzoner
Email: petra.untermarzoner@idm-suedtirol.com