Innovation
Holz ist in Südtirol weit mehr als ein Baustoff. Als regionaler Rohstoff schafft es Wertschöpfung entlang der gesamten Produktionskette – von der Forstwirtschaft über die Holzverarbeitung bis hin zu Handwerk und Industrie. Rund 20.000 Menschen beziehen in Südtirol direkt oder indirekt ihr Einkommen aus dem Wald- und Holzsektor. Mit einem Jahresumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro zählt die Branche zu den bedeutenden Wirtschaftszweigen des Landes.
Um den Sektor langfristig wettbewerbsfähig zu halten, setzt sich IDM Südtirol als Koordinatorin der landesweiten Arbeitsgruppe ProRamus für dessen Weiterentwicklung ein. Ziel ist es, Unternehmen zu vernetzen, den Wissensaustausch zu fördern und neue Maßnahmen für die gesamte Wertschöpfungskette zu entwickeln.
Ein wichtiger Bestandteil ist der Blick über die Landesgrenzen hinaus. So organisierte IDM im Frühjahr eine Unternehmerreise zur Fachmesse Dach+Holz International nach Köln. Rund 20 Südtiroler Unternehmen nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen im Holzbau zu informieren, neue Kontakte zu knüpfen und Ideen für den heimischen Markt mitzunehmen. Weitere Fachexkursionen und Veranstaltungen sind bereits geplant.
Holz ist ein regionaler, natürlicher und nachwachsender Rohstoff mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Ob Möbel, Holzbau, Papier oder Bioenergie – nahezu jeder Teil eines Baumstamms kann weiterverarbeitet werden. Dadurch können große Teile des Holzes weiterverarbeitet und für unterschiedliche Anwendungen genutzt werden – von Möbeln über Holzwerkstoffe bis hin zur Bioenergie.
Um diese Vorteile sichtbar zu machen, haben IDM Südtirol und ProRamus die Installation „Vom Baum zum Produkt“ entwickelt. Sie zeigt anschaulich, welchen Weg Holz vom Baum bis zum fertigen Produkt zurücklegt, und informiert über seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Nach dem Auftakt in Bozen wird die Installation auch in weiteren Südtiroler Gemeinden zu sehen sein.
Holz ist ein nachwachsender Baustoff und kann – je nach Bauweise und Einsatz – einen Beitrag zu einer ressourcenschonenden Bauweise leisten. Holz bindet während seines Wachstums Kohlenstoff. Wird es langfristig in Gebäuden eingesetzt, bleibt dieser Kohlenstoff gespeichert. Dadurch kann Holz – abhängig von Bauweise und Materialeinsatz – zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Bausektor beitragen. Gleichzeitig trägt die Nutzung von Südtioler Holz dazu bei, die regionale Wertschöpfung aus der Forstwirtschaft zu stärken.
Mit dem Südtiroler Holzbaufonds werden öffentliche Bauvorhaben bereits beim Bauen mit Holz unterstützt. Künftig soll die Förderung auch auf private Bauträger ausgeweitet werden. Für IDM und ProRamus ist das ein wichtiger Schritt, um den Einsatz des nachhaltigen Werkstoffs weiter zu fördern und den Holzbau in Südtirol voranzubringen.
Veröffentlicht in der SWZ-Ausgabe Nr. 25/2026.