Tourismus

„Zu Gast bei Pionieren“: Wenn Landwirtschaft und Gastronomie zusammenfinden

23.09.2026

Wie lassen sich Südtiroler Produkte direkt in die Küchen der lokalen Hotels und Restaurants bringen? Die Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei Pionieren“ sucht darauf eine Antwort: Sie schafft Gelegenheiten zur Begegnung und zum Austausch zwischen denen, die die Rohstoffe anbauen und verarbeiten, und denen, die sie täglich auf den Tisch bringen. Die erste Veranstaltung im Herbst 2026 fand in der Ferienregion 3 Zinnen Dolomites statt und ließ die Teilnehmer:innen drei ganz unterschiedliche Betriebe näher kennenlernen, die eines eint: dasselbe Augenmerk für Qualität und regionale Wertschöpfung – die Familie Feichter aus Toblach, die Käserei Sexten und das Jora Mountain Dining in Innichen.

Bernhard Feichter 

Die erste Etappe führte die Teilnehmer:innen zum landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Feichter in Toblach. Auf rund acht Hektar baut der Hof Bio-Getreide und Bio-Kartoffeln an und verarbeitet die Ernte anschließend direkt vor Ort: Die Familie verkauft ihre Rohstoffe nämlich nicht nur, sondern verarbeitet sie auch selbst zu fertigen Lebensmitteln. Durch die Direktvermarktung gewinnt das Erzeugnis zusätzlich an Wert, und ein bedeutender Teil der Wertschöpfung bleibt in der Region.

Käserei Sexten

Die zweite Station war die Käserei Sexten. Dort werden jedes Jahr rund 3,4 Millionen Liter Milch, auch in Bio-Qualität, von 43 landwirtschaftlichen Betrieben verarbeitet. Hier zeigt sich das Prinzip der kurzen Wege besonders deutlich: Die Milch wird bei den Höfen abgeholt, in der Käserei verarbeitet und anschließend direkt an Hotels und Restaurants der Umgebung geliefert.  So entsteht ein regionaler Kreislauf, der Landwirtschaft und Gastronomie unmittelbar miteinander verbindet und die Transportwege kurz hält.

Jora Mountain Dining

Die Veranstaltung klang im Jora Mountain Dining in Innichen aus. Küchenchef Markus Holzer arbeitet dort seit rund zwanzig Jahren mit landwirtschaftlichen Betrieben aus der Umgebung zusammen. In seiner Küche stehen saisonale Zutaten, kurze Lieferwege und die möglichst vollständige Verwertung der Rohstoffe im Mittelpunkt. Damit zeigt er, wie eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Gastronomie funktionieren kann. Bei Buffet und Verkostungen konnten die Teilnehmenden zudem erleben, wie regionale Zutaten in der Küche verarbeitet und in Szene gesetzt werden.

Der nächste Termin

Die Entdeckungsreise zu den Südtirols Pionierbetrieben wird am 7. Oktober auf dem Tschögglberg fortgesetzt. Auf dem Programm stehen Besuche des Bio-Hofs Noafhof in Vöran und des Lenkhofs in Hafling. Den Abschluss bildet ein geselliges Beisammensein im Hotel Miramonti. Auch dieser Termin bietet Gelegenheit, verschiedene Formen der Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Gastgewerbe und Tourismus kennenzulernen. Informationen und Anmeldung unter www.tourismut.com.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung.

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