IDM Südtirol - Alto Adige

Film

Südtiroler Filmförderung vergibt rund 1,5 Mio. Euro in zweiter Förderrunde 2018

In dieser Runde erhalten sieben italienische Projekte, fünf davon aus Südtirol, drei weitere aus Deutschland sowie zwei aus Österreich Förderung. Die mit Projektförderung unterstützten Projekte generieren insgesamt 115 Drehtage in der Region. In der zweiten von drei Förderrunden im Jahr vergab die Südtiroler Filmförderung an insgesamt 12 Projekte ein Gesamtfördervolumen in Höhe von 1.483.700,00 Euro.

Mit der IDM-Förderentscheidung 2/2018 kommen gleich zwei Oscar-Preisträger nach Südtirol: Stefan Ruzowitzky (Oscar für „Die Fälscher“ als bester fremdsprachiger Film) kommt mit seinem neuesten Projekt „Narziss und Goldmund“, für das er nach Hermann Hesses gleichnamiger Erzählung auch das Drehbuch geschrieben hat, erstmalig nach Südtirol. Anfang 2019 findet der Südtiroler Dreh in Sulden und Umgebung statt. Im Cast voraussichtlich die Jungstars Jannis Niewöhner, Sabin Tambrea, Emilia Schüle und Henriette Confurius.
Pepe Danquart (Oscar für "Schwarzfahrer" als bester Kurzfilm) begibt sich für seinen aktuellen Dokumentarfilm „Vor mir der Süden“ auf die Spuren Pier Paolo Pasolinis. Inspiriert von Pasolinis Reise in einem Fiat Millecento im Jahr 1959 durch Italien macht sich Danquart auf den Weg, der ihn auch nach Südtirol führt.

Unter den geförderten Projekten ist auch das Regie-Debut „Disco“ (vormals "Hochwald") der gebürtigen Südtirolerin Evi Romen, die bereits als Drehbuchautorin reüssierte und für das Treatment zu „Disco“ den renommierten Carl Mayer-Drehbuchpreis 2017 erhielt. Die Dreharbeiten sollen Anfang 2019 beginnen.

Der in Südtirol lebende und ZeLIG-Absolvent Stefano Lisci widmet sich in seinem neuesten Projekt nach „Bar Mario“ einem sozial relevanten Thema, nämlich dem gesellschaftlichen Umgang mit dem Down Syndrom. Seine von der Bozner Cooperativa 19 produzierte Dokumentation „Luca+Silvana“ entsteht fast ausschließlich in Südtirol. Unterstützt wird auch  Birgit Sabine Sommers Dokumentation „Südtirol 1919-2019: Zwei Volksgruppen, eine Geschichte - ein Modell für Europa?“. Sie greift darin ein historisch und gesellschaftlich ausgesprochen relevantes und nach wie vor aktuelles Thema für Südtirol auf und setzt es in eine moderne Perspektive.

Das neue Projekt des gebürtigen Südtirolers Hannes Lang „Riafn“ erhielt bereits Produktionsvorbereitungsförderung von IDM und wurde nun auch in der Produktion gefördert. Die Dokumentation ist das Folgeprojekt des erfolgreichen Dokumentarfilms    „I want to see the manager“. Hannes Lang unternimmt in „Riafn!“ eine cineastische Reise in die Klanglandschaft der Alpen, in deren Verlauf er Idiome, Lieder, Rufe und Befehle von Bauern und Schäfern sammelt. An 14 von insgesamt 50 Tagen dreht er ab Juli 2018 dafür auch in Südtirol.

Und schließlich erhält „The Man with the answers“, realisiert von der römischen 9.99 Films, Produktionsförderung. IDM unterstützt damit eine internationale Koproduktion zwischen Italien, Griechenland und Zypern für die Stelios Kammitsis das Buch schrieb und Regie führen wird. Die Coming of Age Komödie erzählt von Victor, ein charmanter junger Mann Mitte Zwanzig, der in Patras lebt, und als ehemaliger Tauch-Champion inzwischen in einer Möbelfabrik arbeitet, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mit einer ungelösten Familiengeschichte, Sehnsucht nach seinen ehemals erfolgreichen Zeiten und ohne jegliche Inspiration um ihn herum, bringt der Tod seiner Großmutter eine plötzliche Wendung in sein Leben.

In der zweiten Förderrunde 2018 erhalten auch zwei Projekte Produktionsvorberei-tungsförderung von IDM:
So fördert IDM die Bozner Produktionsfirma Albolina Film bei der Entwicklung des satirischen Thrillers „Reanimo“, die sich erneut – und ganz anders – mit einer der berühmtesten historischen Persönlichkeiten aus Südtirol, Ötzi, auseinandersetzt. Das Drehbuch nach der gleichnamigen Romanvorlage des Südtirolers Gernot Werner Gruber schreiben Monica Simon und Erich Hörtnagl, der auch Regie führen wird.

IDM unterstützt außerdem die Entwicklung des Dokumentarfilms „Der Raketenmann Max Valier - Der Traum vom Weltall“, die der Südtiroler Regisseur Thomas Hanifle zur Zeit gemeinsam mit der Meraner Produktionsfirma Ammira Film unternimmt. Das Dokumentarfilmprojekt soll den gebürtigen Bozner Weltraumpionier Max Valier dem Vergessen entreißen.

Hier finden sich Infos zu allen IDM-geförderten Projekten aus Call 2/2018.