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Innovation

Neuigkeiten zum Thema Brandschutz

Ein Gebäude zu bauen heißt, schon in der Planungsphase an die Sicherheit der Personen zu denken, die in dem Gebäude leben und arbeiten werden. Sauerstoff reduzierende Brandschutzanlagen – sogenannte ORS (Oxygen Reduction System) – sind mittlerweile weit verbreitet, vor allem außerhalb der EU. Um die internationale Vermarktung solcher Anlagen aus europäischer Produktion zu ermöglichen, wurde es notwendig eine ISO-Norm zu entwickeln, die gleichzeitig mit der bereits existierenden UNI*-Norm EN 16750 kompatibel ist.

Auch Dank des Know-hows bei IDM war es möglich. eine neue ISO-Norm zu entwickeln, die nun den Standard für hochwertige, sichere und zuverlässige ORS-Systeme beschreibt.

Die neue Norm ISO 20338 „Oxygen reduction systems for fire prevention – Design, installation, planning and maintenance”, unterstützt auch Südtiroler Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, denn die Unternehmen sehen nun, dass ihre Produktionsstandards auf internationale Anerkennung stoßen. Darüber hinaus können die Planer solcher Anlagen nun darauf vertrauen, dass es auf dem internationalen Markt, auf dem die ORS immer mehr an Bedeutung gewinnen, verbindliche Produktionsstandards existieren.

Was sind ORS?
Verwendet werden ORS gewöhnlich in nicht bewachten Bereichen (automatisierte Lager, Archive, Server-Räume) und verhindern den Ausbruch und Ausbreitung von Bränden, indem sie die Bedingungen eliminieren, unter denen Feuer ausbrechen kann. Das System reduziert um wenige Prozentpunkte den Sauerstoffanteil in der Luft des betreffenden Raumes und hält den Sauerstoffanteil der Raumluft konstant zwischen 17% und 21%. Das entspricht in etwa dem Sauerstoffanteil in der Luft bei Höhenwanderungen in den Bergen. Aufgrund der Sauerstoffreduktion in der Luft kann es nicht zu Bränden kommen.
ORS sind also Präventionsanlagen, die Personen und Material schützen, indem sie das Ausbrechen von Bränden ausschließen anstatt nur Schäden durch bereits ausgebrochene Feuer so gering wie möglich zu halten.

* Die Norm UNI EN 16750 findet sich auch im neuen Kodex für Brandprävention als Alternative zu Wassersprüh- oder Sprinkleranlagen.