IDM Südtirol - Alto Adige

Innovation

Bauen mit Holz: eine traditionelle Wahl mit einem Blick in die Zukunft


In der östlichen Philosophie taucht es oft neben den vier ursprünglichen Elementen Luft, Wasser, Erde und Feuer auf. Die Rede ist von Holz. Gebogen oder gerade ist festes und formbares Holz das Hauptmaterial jeder menschlichen Konstruktion und jeder menschlichen Architektur, die nach einer Harmonie zwischen „Drinnen“ und „Draußen“, Landschaft und Lebensart, sucht.

Die zweite Ausgabe der Tagung „Bauen mit Holz“, die am 20. September im NOI Techpark in Bozen stattfand, zeigte, wie die (Wieder-) Einführung des Holzes im Bauwesen Tradition und Innovation verbinden kann. Während der Tagung haben Experten die neuesten Trends in der Umsetzung von mehrgeschossigen Holzbauten vom Entwurf bis zur Fertigstellung erläutert. Gesprochen wurde über die Anforderungen, die Holzkonstruktionen an Planung und Ausführung stellen. Darüber standen Detailplanung, Brandschutz und Standards für Vorfertigung und Ausführung im MIttelpunkt. Eine Fachausstellung zum Thema Holz, auf der mehrere Unternehmen aus der Branche Fachberatungen angeboten haben, rundete die Konferenz ab. „Hoch hinaus mit Holz – Holzbauweise im Spannungsfeld zwischen Tradition und neuen Technologien“, lautete der Titel einer Podiumsdiskussion zum Abschluss.

Verena Unterberger, Vizepräsidentin der Architektenkammer und Präsidentin der arch.academy, war vom Erfolg der Konferenz und der großen Teilnehmerzahl positiv überrascht. Sie wies darauf hin, dass der Holzbau in Südtirol zwar einen Aufwärtstrend verzeichne „dass es dennoch aber wichtig ist, das Thema Holzbau richtig anzugehen, da es in unserem Gebiet immer noch großes Misstrauen gegen die Verwendung dieses Materials für den Bau von mehrgeschossigeren Gebäuden gibt“. Dazu müssten Architekten, laut Tobias Demetz (von Aster GmbH, Jenesien, Regional- und Welt Vizetischlermeister), die Aufgabe übernehmen, „mehr Kunden dazu anzuregen in Holz zu bauen“. Vera Leonardelli, Abteilungsleiterin Business Development von IDM Südtirol betonte, dass die Wahl von Holz „ein Schritt in die richtige Richtung der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit“ sei und die Plattform ProRamus, eine gemeinsame Initiative der Südtiroler Organisationen des Wald- und Forstsektors, unter der Leitung von IDM, dafür einen wertvollen Beitrag leiste. 
Nicht weniger zuverlässig - und in vielerlei Hinsicht sogar zuverlässiger - als andere Materialien, erfüllt Holz hohe ökologische Ansprüche, die die Europapolitik zum Schutz des Planeten und zur Kontrolle des Klimawandels vorsieht. Dank der Verwendung von Holz im Bauwesen werden außerdem die einheimischen Bauunternehmen gefördert.