IDM Südtirol - Alto Adige

Innovation

Abschluss-Auftritt für Naturstein Südtirol

Ökobilanz, Digitalisierung und technische Standards waren die Themen, um die sich die Tagung „Naturstein Südtirol – BIM und Nachhaltigkeit“, am 4. Oktober, gedreht hat. Organisiert wurde die Tagung vom Verein Südtirol Naturstein in Zusammenarbeit mit IDM Südtirol, arch.academy und der Architektenkammer Bozen. Dabei handelte es sich um den Abschluss der Veranstaltungsreihe „Architekten in Südtirols Steinbrüchen - Regionaler Naturstein hautnah". Bei der Veranstaltung wurde die neue Norm UNI 11714-1:2018 zur Natursteinverkleidung vorgestellt, diedie Anleitungen für die Projektierung, das Verlegen und die Instandhaltung von Stein enthält. Architekt Johann Vonmetz erläuterte darüber hinaus, dass es jenseits dieser Norm Speziallösungen gibt, die angewandt werden können, um innovative Gebäude zu zu projektieren und zu bauen, die besondere ästhetische Ansprüche erfüllen sollen. Architekten und Planer wissen nämlich sehr genau, wie schwierig es ist Gebäude zu bauen, die von den traditionellen Formen abweichen und gleichzeitig alle technischen Standards erfüllen.

Claudio Marchi, Ingenieur und BIM-Experte, war einer der Referenten der Tagung. In seinem Vortrag ging er auf den Zusammenhang von BIM-Objekten* und Preisverzeichnissen ein und gab praxisnahe Handlungsempfehlungen. Ein konkretes Beispiel war dabei die Stadt Mailand, die bei einigen Positionen der Preisverzeichnisse Hashtags bei den Baumaterialien anführt. Andere Länder testen unterschiedliche Technologien, wie etwa das machine learning, um Texte von Preisverzeichnissen computerlesbar zu machen. Die Ergebnisse sind allerdings noch nicht marktreif. Es gibt also noch viele Fragen zu klären, aber die Möglichkeiten die BIM bietet sind ebenfalls vielfältig.


*BIM ist die Abkürzung für „Building Information Modeling“ – also Bauwerksdatenmodellierung. Dabei werden alle relevanten Bauwerksdaten digital modelliert, kombiniert und erfasst – auch in Hinblick auf den Produktlebenszyklus.