IDM Südtirol - Alto Adige

Film Fund & Commission

Vier Filmprojekte im zweiten Call 2020 finanziert

Vier Filmprojekte – drei aus Südtirol und eines aus Österreich - werden in der zweiten Förderrunde des Südtiroler Filmfonds von IDM Südtirol mit Geldern aus dem Fonds unterstützt. Zwei der Filmvorhaben erhalten eine Produktionsförderung, die anderen zwei haben für eine Produktionsvorbereitungsförderung angesucht. 20 Tage wird insgesamt in Südtirol gedreht; der erwartete Südtiroleffekt der Projekte beträgt circa 145.000 Euro.

Mutige gesellschaftliche und soziale Themen kennzeichnen die Projekte des zweiten Calls 2020. Eines dieser Themen ist der sexuelle Missbrauch von Kindern, der im Dokumentarfilm „Gegen das Schweigen – Breaking the silence“ des österreichischen Regisseurs Georg Lembergh behandelt wird. Betroffene erzählen darin von ihrer Vergangenheit und dem Missbrauch, den sie erlitten haben. Produziert wird das Projekt von der Albolina Film Bozen; nach der ebenfalls vom Südtiroler Filmfonds geförderten Dokumentation „Das versunkene Dorf“ ist das bereits die zweite Zusammenarbeit zwischen dem Südtiroler Produktionshaus und Lembergh. Das Projekt erhält eine Produktionsförderung, Drehbeginn in Südtirol ist im August. Das zweite geförderte Projekt ist der Dokumentarfilm „Eva Maria“ von Lukas Ladner. Protagonistin Eva Maria leidet an Polio und schafft es dennoch, dass ihr Kinderwunsch Wirklichkeit wird. Die Golden Girls Filmproduktion & Filmservices Wien produziert das qualitativ hochwertige und mutige Produktionsvorhaben in Koproduktion mit der Daniel Dlouhy – Bunny Beach Film e.U. Aldrans, große Teile der Postproduktion werden in Südtirol realisiert.

Neben der Produktionsförderung unterstützt IDM zwei Projekte bei der Produktionsvorbereitung. Der TV-Mehrteiler „Fremdenverkehrt“, eine Produktion von Albolina Film in Koproduktion mit der Tellux-Film GmbH München, befasst sich mit der gesellschaftlichen Entwicklung von St. Pauls am Ende der 1950er Jahre, die dem aufkommenden Tourismus geschuldet ist. Die konservative, scheinbar heile Welt des Ortes wird durch die Ankunft der „Fremden“ aus Deutschland in ihren Grundfesten erschüttert. Das Projekt, dem die Jury großes Potenzial bescheinigt, verfasste die Berliner Drehbuchautorin Aleksandra Kumorek gemeinsam mit dem Südtiroler Gernot Werner Gruber. Das andere Projekt, das bei der Produktionsvorbereitung unterstützt wird, ist der Spielfilm „Wie weit gehen“ von Regisseurin Sabine Derflinger, der in Zusammenarbeit mit der Helios Sustainable Films aus Bozen und der kurt mayer film e.U. aus Wien entsteht und auf einer wahren Begebenheit beruht. Gezeigt wird das Schicksal der an einer Motoneuron-Erkrankung leidenden Sarah Braun aus der Sicht der Protagonistin.

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