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Film Funding

2,2 Millionen Euro für neue Filmprojekte

21.06.2017
Die Südtiroler Filmförderung IDM vergibt in der zweiten Förderrunde dieses Jahres insgesamt 2.269.400 Euro an 14 Projekte. Es erhalten vier Projekte aus Südtirol, fünf aus dem restlichen Italien, drei aus Deutschland und zwei aus Österreich Unterstützung. Auf alle geförderten Projekte kann zudem noch der nationale Tax Credit Anwendung finden.

Die höchste Einzelförderung dieses Calls erhält mit 379.000 Euro Gerald Salminas ("Streif – One Hell of a Ride") Dokumentarfilm "Manaslu – Berg der Seelen". Die Österreichische Produktion Planet Watch Film & Video Produktion erzählt die Geschichte des Südtiroler Extrem-bergsteigers Hans Kammerlander und die Rückkehr an seinen Schicksalsberg im Himalaya, dem Achttausender Manaslu, wo er 1991 seine Gefährten Friedl Mutschlechner und Carlo Großrubatscher verlor. Im August starten die Dreharbeiten, an 54 Tagen wird an zahlreichen Orten in Südtirol gedreht.

Marcus O. Rosenmüllers ("Taunuskrimi") Spielfilm "Crescendo" wird mit 300.000 Euro unterstützt. "Crescendo" handelt von einem israelisch-palästinensischen Jugendorchester. Die ursprünglich feindseligen Jugendlichen finden über die Proben für ein Friedenskonzert zueinander. Aber sie haben mächtige Gegner…Für die Hauptrollen sind Ulrich Tukur und Pegah Ferydoni vorgesehen. Der Film ist eine Produktion der neu gegründeten Südtiroler Produktionsfirma FilmVergnügen in Koproduktion mit der CCC Filmkunst sowie MZ-Film aus Deutschland. Drehstart in Südtirol ist Oktober 2017, zehn von 30 Drehtagen werden am Brenner und in Sterzing realisiert.

Die Münchner Glory Film erhält für die Verfilmung des internationalen gleichnamigen Bestseller-Romans von Robert Seethaler "Der Trafikant" 170.000 Euro. Die Dreharbeiten finden kommenden Oktober in Sterzing und Umgebung statt. "Der Trafikant" erzählt von der Begegnung des jungen Kioskverkäufers Franz mit Sigmund Freud in Wien 1937. Regie führt Nikolaus Leytner ("Die Auslöschung"), die österreichische epo-film fungiert als Koproduzent.

"Il premio" ("The Prize") dreht sich um Giovanni Passamontes lebensverändernder Reise von Rom nach Stockholm, wo er den Literatur-Nobelpreis entgegennehmen soll. Die Komödie der römischen Italian International Film erhält 300.000 Euro Unterstützung. Regie führt Schauspieler Alessandro Gassmann, der überdies das Drehbuch schrieb und die Hauptrolle spielt, ebenso im Cast ist der italienische Comedy-Star Gigi Proietti. 17 von 34 Drehtagen sind in Südtirol.

Weitere 150.000 Euro gehen an die Thriller-Serie "The Miracle", produziert von der römischen Wildside, die auch für die internationale Erfolgsserie "The Young Pope" verantwortlich zeichnet. Für die Serie um eine Marienstatue, die Tränen echten menschlichen Blutes vergießt, ist u.a. die international erfolgreiche Schauspielerin Alba Rohrwacher im Cast vorgesehen. Das Dreh-buch stammt u.a. von Bestseller-Autor Niccoló Ammanti ("Ich habe keine Angst"), der auch als Showrunner an der Serie mitwirkt.

Der Dokumentarfilm "Zauberberg" der Berliner Instant Film erhält 40.000 Euro. Produzent Jens Meurer, der auch für das Buch und die Regie verantwortlich zeichnet, stellt darin ein Luxushotel vor, das aus Traditionsbewusstsein mit kritischem Blick auf die Folgen des Massentourismus blickt und deshalb weder Fernseher noch Minibars oder Telefone und Internet in die Zimmer installiert. Gedreht wird der Film im Sommer 2017 an 24 Tagen in Radein und Bozen

Ab Oktober 2017 entsteht an 17 von insgesamt 36 Drehtagen in Südtirol "La befana vien di notte", ein Familienfilm um die mythische, italienische Hexenfigur Befana, die einmal vergisst, einen Jungen zu beschenken, der sich dafür 25 Jahre später rächt. Produziert wird er von Lucky Red nach einem Drehbuch von Nicola Guaglianone und in der Regie von Michele Soavi. "La befana vien di notte" erhält mit 375.000 Euro die zweithöchste Einzelförderung dieses Calls.

"Tensione superficiale", produziert von Ombre Rosse Film Production, erhält 350.000 Euro. Im Mittelpunkt des Dramas steht eine junge italienische Mutter, die ihren Lebensunterhalt teilweise als Prostituierte verdient. Freunde und Familie wissen nichts von diesem Job. Alles läuft gut bis ihr Geheimnis aufgedeckt wird. Das Drehbuch stammt von Giovanni Aloi, Nicolò Galbiati und Heidrun Schleef, die als Mentorin der IDM-Initiative RACCONTI Local Talent ihr Wissen an Südtiroler Autoren weitergibt. Gedreht wird ab November für 29 Tage in Südtirol. "Tensione superficiale" ist das Erstlingswerk vom vielversprechenden Nachwuchsregisseur Regisseur Giovanni Aloi. Die IDM unterstützte den Film bereits in der Produktionsentwicklung.

Der Dokumentarfilm "Das Tal" befasst sich mit der aktuellen Situation von Flüchtlingen im Roya-Tal an der französisch-italienischen Grenze und einer Gemeinschaft, die sich der Hilfe der Migranten angenommen hat, daraufhin jedoch des rechtswidrigen Handelns bezichtigt wird. Produziert wird "Das Tal" von Miramonte Film mit Sitz in Bozen in Koproduktion mit der Pariser Point du Jour. Regie führt der Absolvent der Bozner ZeLig Schule für Dokumentarfilm Nuno Escudeiro. IDM unterstützt Das Tal mit 80.000 Euro.

"Bakuninhütte – Zeit für Anarchie", der erste Dokumentarlangfilm des Südtirolers Martin Hanni erhält 33.000 Euro. Der Film erzählt mit seltenen Filmaufnahmen die Geschichte der Anarchisten in Europa. Produziert wird der Film von der Wiener Langbein & Partner Media GmbH & Co KG, gedreht wird u.a. am Brenner.

Luis Walter aus Neumarkt greift als Produzent, Regisseur und Autor in dem Dokumentarfilm "Holzfäller für Rhodos" die Geschichte der Südtiroler Holzfäller auf, die in den dreißiger Jahren auf die Insel Rhodos auswanderten. Ein Stück Zeitgeschichte Südtirols. Gedreht wird an sieben von 19 Drehtagen in Südtirol. Die IDM fördert mit 30.000 Euro.

Zudem erhalten drei Projekte in dieser Runde Produktionsvorbereitungsförderung.

Den historischen Spielfilm "Twilight Snow" vom deutsch-italienischen Autorenteam Matteo Strukul, Francesco Ferracin und Malin Schwerdtfeger für die Münchner Filmallee fördert IDM mit 30.000 Euro. Der Film geht zurück ins Jahr 1855 und erzählt den tödlichen Konflikt eines Österreichischen Veterans und seiner Familie mit den Bewohnern eines Alpendorfs. "Re_Public", eine Dokumentation von Andreas Pichler über das Verhältnis von Staat und Bürger, erhält 21.000 Euro. Und "Giap", ein Dokumentarfilm des Südtiroler Regisseurs Armin Ferrari über die Autorengruppe Wu Ming, erhält 11.400 Euro zur Vorbereitung der Produktion.

Deadline für Einreichungen zur nächsten und letzten Förderrunde des Jahres ist der 27. September 2017.
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