IDM Südtirol - Alto Adige

Südtirols Lebensmittelhersteller nehmen mit IDM an der Messe PLMA teil und setzen auf „Private Labels“

Von der Herstellermarke zur Handelsmarke

Wann: 22.05.2019
Der Sektor „Privat Labels“ wächst und schafft interessante Marktchancen für kleine und mittelgroße Lebensmittelproduzenten. Um sich die Möglichkeiten genauer anzusehen, die sich hier eröffnen, beteiligen sich sieben Südtiroler Unternehmen an den Gemeinschaftsständen von IDM Südtirol auf der PLMA, der internationalen Fachmesse für die Welt der Handelsmarken, auch Eigenmarken genannt. Tatsächlich landen immer mehr Produkte in den Einkaufswägen, die keine Markenprodukte bestimmter Hersteller sind, sondern die Marke des Supermarkts oder Ladens tragen, in dem sie verkauft werden. Diese so genannten Handelsmarken („Privat Labels“) haben laut dem Internationalen Jahrbuch der Handelsmarken 2018 in 17 europäischen Ländern bereits einen Marktanteil von 30 Prozent und mehr erreicht.
Auf der PLMA, die heute noch in Amsterdam läuft, knüpfen die teilnehmenden Südtiroler Unternehmen Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern: Vertreter von Supermärkten, Großmärkten und großen internationalen Warenhäusern besuchen das Event jedes Jahr, um dort Unternehmen zu finden, mit denen sie Produkte für ihre eigenen Handelsmarken entwickeln können. „Südtirols Unternehmen produzieren Lebensmittel in einer hervorragenden Qualität. Deshalb haben sie besonders gute Chancen im ‚Private Label‘-Bereich: Auch Kunden, die keine Markenprodukte kaufen, legen beim Einkauf von Lebensmitteln zunehmend Wert auf Qualität. So ist etwa in Frankreich, wo der Private-Label-Sektor über 30 Prozent des Marktes ausmacht, der Anteil an Billigprodukten in diesem Bereich gesunken, während jener der hochpreisigen Produkte gestiegen ist“, sagt Vera Leonardelli, Leiterin der Abteilung Business Development von IDM.

Weil das Produkt der beste Botschafter für den Produzenten ist, hat IDM Gemeinschaftsstände auf der Messe organisiert: Die Fachbesucher können dort Südtiroler Lebensmittel wie Speck, Liköre, Cerealien, Tiefkühlbackwaren, Brötchen und Apfelprodukte selbst kennen- und schätzen lernen. Dabei können die Südtiroler Hersteller bei der Präsentation ihrer Produkte auch ihre Kompetenz als Lebensmittelproduzenten unter Beweis stellen. „Diese Messe bietet Unternehmen eine sehr gute Möglichkeit, sich in einer Branche bekannt zu machen, in der direkte Kontakte überaus wichtig sind: Hier geht die Geschäftsbeziehung über den klassischen Vertrieb weit hinaus, weil die Unternehmen ja direkt im Auftrag der Händler produzieren. Es handelt sich also um richtige Kooperationen zwischen Händler und Produzenten, die hier initiiert werden“, erklärt Leonardelli.

Doch solche Kooperationen sind nicht die einzige Chance, die Südtiroler Lebensmittelunternehmen nutzen können, um ihr Geschäft auszubauen: Sie können vor allem auch auf die klassischen Vertriebskanäle für Markenprodukte setzen, die auch höhere Gewinnspannen ermöglichen. Durch Treffen mit potenziellen Geschäftspartnern können Unternehmen Kontakte knüpfen, um neue Märkte zu erschließen und den Export ihrer Produkte zu steigern. Eine Gelegenheit zu solchen Kontaktaufnahmen war etwa die Messe Tuttofood, an der Anfang Mai gemeinsam mit IDM zwölf Südtiroler Unternehmen teilnahmen. Die Messe findet alle zwei Jahre in Mailand statt, Aussteller aus dem Bereich Food & Beverage aus 40 verschiedenen Ländern haben dieses Jahr dort ihre Produkte präsentiert. Weitere Gemeinschaftsstände für Lebensmittelunternehmen organisiert IDM auch auf den Messen SANA und Anuga, die im Herbst in Bologna und Köln stattfinden werden.