IDM Südtirol - Alto Adige

IDM untersucht, wie sich Wirtschaft und Forschung besser vernetzen lassen

Innovation von Malmö bis Bozen mit dem Projekt ClusteriX 2.0

01.07.2016
Neue Kooperationsprojekte in Europa starten und damit Innovation nach Südtirol holen: Das war das Ziel des dreitägigen Treffens in Malmö im Rahmen des Projekts ClusteriX 2.0, an dem sich auch IDM Südtirol beteiligt hat. Ziel dieses EU-finanzierten Projekts ist es, Wirtschaft, Forschung und öffentliche Verwaltung zu vernetzen, um lokalen Unternehmen neuen Auftrieb zu verleihen. Nach der Analyse des Südtiroler Modells im April haben sich die Teilnehmer nun in diesen Tagen mit dem schwedischen Konzept auseinandergesetzt.
Wie Unternehmen und Cluster in der schwedischen Provinz Skåne län gefördert werden: Das war einer der Schwerpunkte des Workshops, der letzte Woche in Malmö stattfand. Dabei besichtigte IDM Südtirol (der Sonderbetrieb des Landes und der Handelskammer) mit zehn Partnern aus Schweden, Dänemark, Frankreich, Rumänien, der Tschechischen Republik, Österreich, Belgien und Italien unter anderem den Sitz der Media Evolution City, einem Zentrum für Unternehmen des Multimedia-Bereichs mit Einrichtungen für das Coworking, für Seminare, Konferenzen und Netzwerktreffen.

Durch Treffen wie jenes in Malmö soll das zweijährige Projekt ClusteriX 2.0, finanziert durch das Interreg-Europe-Programm 2014–2020, die Zusammenarbeit zwischen Clustern verschiedener europäischer Regionen fördern. „Für IDM als Ideenschmiede für die Südtiroler Wirtschaft ist eine Teilnahme an EU-Projekten wie ClusteriX 2.0 besonders wichtig“, sagt Hubert Hofer, Leiter des Bereichs Development bei IDM. „Dadurch können wir gemeinsam mit den europäischen Partnern unsere Netzwerke erweitern und innovative, kooperationsorientierte Südtiroler Unternehmen auf internationaler Ebene konkret unterstützen.“

Die jeweils von den ClusteriX-2.0-Partnern vorgestellten Projekte sind auf die Exzellenzbereiche der einzelnen Regionen fokussiert – ganz im Sinne der so genannten RIS3-Strategie der Europäischen Union. Südtirols Schwerpunkte sind Energie & Umwelt, Alpine Technologien, Lebensmitteltechnologien, ICT & Automation, Kreativwirtschaft sowie Behandlungen mit natürlichen Methoden und Medizintechnik. In diesen Sektoren, den sogenannten „regionalen Ökosystemen“, sucht Südtirol europäische Partner für überregionale Kooperationen, wie eben durch die Teilnahme an ClusteriX 2.0.

Die Südtiroler Strategie wurde beim ersten Projekttreffen in Bozen im April vorgestellt. Nach einer ersten Einführung und Vorstellung der Partner und nach der Wahl des Vorstands konnten die Teilnehmer einen Einblick in die Arbeit der lokalen Cluster gewinnen – zum Beispiel in „Under Construction“, ein Projekt des Cluster Bau – und den NOI Techpark besichtigen. „Im Rahmen von ClusteriX 2.0 diskutieren die Partner über das Potenzial der verschiedenen Cluster. Durch diesen Gedankenaustausch ergeben sich internationale Kontaktpunkte und Synergien, die dann lokale Unternehmen nutzen können“, erklärt Huber Hofer. Beim nächsten Treffen in Ostrava (Tschechische Republik) im Oktober werden die ersten Ergebnisse der Analysen aus den verschiedenen Regionen vorgestellt.