Südtirol Materialkonzept.

Das Südtirol Materialkonzept setzt die Leitplanken für die Umsetzung von Drucksorten und Werbeartikeln. Es gilt als Grundlage für die Entwicklung neuer Drucksorten und Werbeartikel, gibt aber auch Hilfestellung bei der Auswahl von Materialien. Die Mindestanforderungen für die Produktbeschaffung basieren auf normativen Richtlinien (insb. CAM – Criteri Ambientali Minimi / Mindestumweltkriterien). Diese berücksichtigen den gesamten Lebenszyklus eines Materials und unterstützen dabei, die ökologischste, am Markt verfügbare, Lösung zu ermitteln. Die Kriterien verfolgen nachstehende Hauptziele:

  • Effizienz und Schonung der natürlichen Ressourcen
  • Verringerung des Abfallaufkommens und seiner Gefahren
  • Verringerung der Verwendung und Emission gefährlicher Stoffe

Darüber hinaus gilt es auch, die sozialen Kriterien zu berücksichtigen, z.B. Förderung von Beschäftigungsmöglichkeiten, angemessene Entlohnung, Zugang zu Ausbildung, Gleichbehandlung von Männern und Frauen und Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Insbesondere sollen primär lokale bzw. regionale Lieferanten ausgewählt werden.

Unsere Botschaft

Markenfit

Qualität fürs Leben

Das Markenversprechen dient bei jeder Produktionsentscheidung als Leitsatz. Standard-Artikel aus dem Gadget-Katalog sollen vermieden werden, Artikel sollen die Besonderheiten unseres Landes widerspiegeln.

Nachhaltig

Mit Blick in die Zukunft

Generell gilt:

  • Nur so viel produzieren, wie nötig und sinnvoll. Kritisch hinterfragen: Braucht es diesen Artikel wirklich?
  • Kann auf einen bestehenden Artikel nicht verzichtet werden, sollen nachhaltige Alternativen gesucht werden.
  • Bestehende Artikel sollen aufgebraucht werden
  • Wegwerfen vermeiden: Wenn Artikel also nicht mehr benötigt werden, soll eine rationale, nachhaltige Lösung gesucht werden, um sie wiederzuverwerten oder einem anderen Gebrauch zuzuführen.
  • Alle Artikel sollen nach den definierten Nachhaltigkeitskriterien eingekauft werden. Weiterführende Informationen dazu sind weiter unten downloadbar.
Wertig

Gute Ideen entstehen aus Begegnungen

Südtiroler Handwerker, Designer oder Künstler sollen in die Entwicklung von neuen Artikeln miteinbezogen werden. So entstehen hochwertige und außergewöhnliche Artikel, die bereits durch ihre Entstehung eine Geschichte erzählen. Eine lange Lebensdauer sowie ein gutes Gefühl bei jenen, die an der Herstellung beteiligt waren, als auch bei denen, die den Artikel erhalten, zeugen von Wertigkeit.

Materialien

Auswahl und Herkunft

Generell sollen natürliche Materialien, wenn möglich aus lokaler Produktion, zum Einsatz kommen. Wiederverwendbarkeit steht dabei im Vordergrund. Recycelten Materialien soll vor neuen Materialien der Vorzug gegeben werden. Durch die definierten Mindestanforderungen wird der Ankauf von Materialien, die umweltschädlich sind, vermieden. Materialien mit kurzen Transportwegen sollen bevorzugt werden.

Bei Papier und Karton, aber auch bei allen Möbeloberflächen und Verkleidungen soll zusätzlich zu den Nachhaltigkeitskriterien besonderer Wert auf Haptik und Optik gelegt werden. Die Natürlichkeit der Oberflächen steht dabei im Vordergrund. Holzoberflächen zum Beispiel zeigen die natürliche Maserung, evtl. auch mit gebürsteter Oberfläche o.ä., Papier soll so ausgewählt werden, dass auch beim Anfassen eine Struktur fühlbar ist. Extrem glatte oder hochglänzende Oberflächen sollen nicht verwendet werden. Bei den Textilien soll, wo möglich, besonders Wert auf natürliche Haptik und traditionelle Verarbeitung gelegt werden.

Verpackung

„So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“

So lautet der Leitsatz, wenn es um Verpackungsmaterial geht. Es soll darauf geachtet werden, immer umweltfreundliche, recycelbare Materialien zu verwenden und Kunststoffe zu vermeiden. Lieferanten sollen darauf aufmerksam gemacht werden, nur das unbedingt Nötigste an Verpackungsmaterial zu verwenden und Plastik zu vermeiden.

Materialien, Recycling, Verpackung & Produktionsprozesse
Materialien

Ideale Materialien sind:

  • Papier und Karton
  • Holz: Zirbe, Lärche, Apfel, Fichte, Esche, Buche, Weinrebe, Kastanie, Kirschholz, Nuss, Ahorn
  • Textilien: Naturwolle, Filz, Loden, Bio-Baumwolle, Hanf, recycelte Kunstfasern
  • Naturstein: Marmor (Laas oder Göflan), Porphyr, Basalt
  • Metall: Eisen, Kupfer, Messing, Edelstahl
  • Glas
Wiederverwendung bzw. Recycling

Materialien von Produkten und Verpackungen sollen wiederverwendbar und wiederverwertbar sein, recycelte Materialien sollen den Vorzug bekommen. Verpackungshüllen aus Kunststoff sind zu vermeiden. Auf der Produktetikette und auf Verpackungen soll immer angegeben werden, wie das Produkt entsprechend einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft verwendet bzw. wiederverwertet werden kann.

Gestaltung von Verpackungen

Die Verpackung, wo vorhanden, dient auch als Informationsträger. Wichtige Informationen zu Materialien, Verwendung des Produkts, sowie Recycling und Waschvorgaben finden dort Platz.

Produktionsprozesse

Hier gilt: je weiter entfernt und aufwändiger das Produkt produziert wird, desto weniger passt es in unser Sortiment. Die Herkunft von Produkten und Rohstoffen hat aufgrund der Transportwege und unterschiedlicher Produktionsprozesse Auswirkungen auf die produktbezogenen Treibhausgasemissionen. Vor Ankauf eines Produkts soll bewertet werden, wie und wo der Produktionsprozess abläuft, um möglichst Treibhausgasemissionen zu vermeiden.

Dokumente zum Download
  • Nachhaltikeitskriterien/Beschaffungsrichtlinien - Darstellung der Richtlinien und Vorgaben für die nachhaltige Beschaffung von Artikeln Download
  • Vorlage Briefing-Tool - Aspekte der Produktion eines Werbeartikels auf spielerische Weise am Beispiel der Südtiroler Werbeartikel Download

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