Pressemitteilung

Filmlocation Südtirol auf dem roten Teppich

Zwei „Made in Südtirol“-Filme laufen in Venedig, dazu kommen Auftritte IDM-unterstützter Werke in Toronto und Locarno

02.09.2026
4 min

Einen starken Auftritt bei den Filmfestspielen Venedig hat in diesen Tagen die Filmlocation Südtirol: Zwei Filme „Made in Südtirol“ sind bei der 83. Ausgabe präsent, die heute startet. Manuel Wetschers Langfilmdebüt “Eklipse” wurde für die Orizzonti-Reihe ausgewählt. In derselben Reihe außerhalb des Wettbewerbs ist der Kurzfilm „Il senso della terra“ von Alessandro Ingaria und Simone Massi zu sehen. Dazu kommt das Science-Fiction-Drama „La Corda“ von Alberto Fasulo, das beim Venice Gap-Financing Market vorgestellt wird. „Eklipse“ und das Drama „Idda“ von Irene Dionisio werden außerdem beim Toronto Film Festival gezeigt. Schon im August wurde die Komödie „Cercatori d’angeli“ von Leopoldo Pescatore beim Locarno Film Festival präsentiert. Alle Projekte erhielten Förderungen aus dem Südtiroler Filmfonds, der von IDM Südtirol verwaltet wird.

„Dass gleich drei Südtirol-unterstützte Filme bei den renommierten Filmfestspielen von Venedig vertreten sind und weitere Filme auf wichtigen Festivals wie Toronto und Locarno präsent sind, zeigt zum einen, dass der Filmstandort Südtirol heute international anerkannt ist, und zum anderen, dass die Expertenjury bei der Auswahl der unterstützten Projekte sehr auf Qualität achtet“, sagt Margit Gamper, Direktorin Business Development von IDM.

Das zum Teil in Südtirol abgedrehte Drama „Eklipse“ vertritt Österreich im Wettbewerb der Orizzonti-Reihe der Filmfestspiele von Venedig. Regisseur Manuel Wetscher hat gemeinsam mit Bernhard Jarosch das Drehbuch geschrieben, das im Tirol des Jahres 1999 spielt. Tomy und Chris verbringen die letzten Tage ihrer Kindheit auf einer Alm. Als dem besten Freund verraten wird, dass Tomys Vater an der “Schwulenkrankheit” leidet, entspinnt sich inmitten der Idylle ein Netz aus Schweigen, Überforderung und Stigma. Zwischen all dem kämpfen die Jungen um ihre Freundschaft und ihre eigenen Stimmen. Zwei der Erwachsenenhauptrollen des Films haben die Südtiroler Schauspieler Hannes Perkmann und Barbara Romaner übernommen. Produziert wurde der Film von Eutopiafilm Innsbruck und Albolina Film Bozen. Der Film feiert fast gleichzeitig Nordamerika-Premiere im Hauptprogramm des renommierten Toronto Film Festival.

Außerhalb des Wettbewerbs in der Orizzonti-Reihe von Venedig läuft der Kurzfilm “Il senso della terra“, der sehr subtil das Thema Gewalt thematisiert. Das Drama handelt von einer Ärztin, die bei der Obduktion der Leiche eines jungen Migranten, der im Mittelmeer ums Leben gekommen ist, einen kleinen Plastiksack mit einer mysteriösen Substanz findet. Von diesem Moment an durchlebt die Frau symbolisch die Reise des Jungen und teilt dessen Ängste, Hoffnungen und Leiden. Der Kurzfilm der Abisso Studio Srl nach einem Drehbuch der beiden Regisseure Alessandro Ingaria und Simone Massi führt vor Augen, dass die Erinnerung ein grundlegendes Element in der Entwicklung der menschlichen Zivilisation darstellt.

„La Corda“, die gemeinsame Produktion von Nefertiti Film aus San Vito al Tagliamento und Beauvoir Films Sàrl aus Genf, gehört zu den 66 Projekten aus aller Welt, die aus über 370 Projektanträgen für eine Teilnahme am Venice Gap-Financing Market ausgewählt wurden. Sie alle befinden sich in der Endphase der Entwicklung und Finanzierung und haben bei diesem Fach-Market Gelegenheit, mit Produzenten, öffentlichen und privaten Geldgebern, Verleihern und internationalen Anbietern zusammenzutreffen. Das Drama spielt in einer düsteren Zukunft. Die Erde ist tot und in Nebel gehüllt, während die Menschheit im Kosmos von einem künstlichen Paradies träumt. Ein Mann öffnet die Augen und wird auf die Erde versetzt. Bald wird auch eine Frau erwachen, und gemeinsam werden sie für ein neues Bewusstsein der menschlichen Existenz kämpfen. Das Drehbuch hat Regisseur Alberto Fasulo gemeinsam mit Milo Tissone und Emanuele Bertossi geschrieben.

Der Film „Idda“ von Irene Dioniso, der von IDM eine Produktionsvorbereitungsförderung erhalten hat, ist der einzige italienische Beitrag im Wettbewerb des Toronto International Film Festivals 2026. Er läuft in der Sektion „Platform“, die Werken mit ausgeprägter Autorenidentität und einer originellen Regievision vorbehalten ist. Der Film wurde vorwiegend in den Landschaften des Ätna gedreht. Er erzählt die Geschichte von Adele und Sofia, dargestellt von Tecla Insolia und Romana Maggiora Vergano. Die beiden Freundinnen aus Kindertagen, die mittlerweile in den Dreißigern sind, treffen sich nach langer Trennung wieder, um sich ihren Lebenstraum zu erfüllen: den Gipfel des Ätna zu erklimmen.

Die Coming-of-Age-Komödie „Cercatori d’angeli“ von Regisseur Leopoldo Pescatore wurde bereits im August im Rahmen der neuen Wettbewerbssektion „Locarno Kids Screenings“ der 79. Ausgabe des Locarno Film Festivals präsentiert. Diese Sektion des Festivals, das von 5. bis 15. August stattfand, widmet sich ganz dem jungen sowie Familien-Publikum. Der Film erzählt die Geschichte der jungen Bianca, die aus dem quirligen Lugano zu ihrem Onkel Fausto nach Südtirol kommt, und wurde fast ausschließlich in Südtirol gedreht. Das Drehbuch stammt von Edoardo Bechis und Leopoldo Pescatore.

Mitarbeiter

Mitarbeiter filtern