Internationalisierung
Die Südtiroler Exporte erreichten 2025 einen Wert von rund 7,7 Milliarden Euro, was einem leichten Wachstum von 0,3% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Zahl bestätigt die Widerstandsfähigkeit der regionalen Wirtschaft trotz eines internationalen Umfelds, das von Unsicherheit und Konjunkturabschwächungen auf den europäischen Märkten geprägt ist.
Im vierten Quartal 2025 wurden Exporte in Höhe von rund 1,94 Milliarden Euro verzeichnet, ein Plus von 4,2% gegenüber dem Vorjahr. Dies unterstreicht die Erholung im letzten Halbjahr, trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorquartal (-1,4%).
Der Fertigungssektor bleibt dominant und trägt mit über 85 % zu den Gesamtexporten bei. Zu den wichtigsten Sektoren zählen:
Diese Daten aus dem 4. Quartal 2025 bestätigen eine diversifizierte Produktionsstruktur, in der Agrar- und Lebensmittelversorgungsketten sowie Branchen mit hoher Wertschöpfung nebeneinander bestehen.
Deutschland bleibt mit Exporten von rund 2,25 Milliarden Euro der wichtigste Handelspartner, verzeichnet aber einen Rückgang von 8,6% gegenüber 2024.
Es folgen:
Die Wachstumsdynamik in einigen Schwellenländern und mehreren außereuropäischen Ländern ist ebenfalls besonders ausgeprägt.
Insgesam verzeichneten die EU-Länder einen Rückgang von -2,3%. Die Nicht-EU-Märkte hingegen wuchsen um 7,1%, wobei allein der Markt Amerika ein Wachstum von +13,4% verzeichnete und Asien mit +5,4% zulegte.
Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende geografische Diversifizierung der Südtiroler Exporte.
Das Jahr 2025 präsentiert sich komplex: Einerseits zeigt sich eine starke Exportlage und eine zunehmende Öffnung für außereuropäische Märkte; andererseits ist mit einer Abschwächung der traditionellen europäischen Märkte, insbesondere in Deutschland, zu rechnen.
Die Zukunftsaussichten deuten auf Chancen durch Marktdiversifizierung hin, vor allem in Richtung Amerika und Asien. Risiken bestehen jedoch weiterhin: im Zusammenhang mit der geopolitischen Lage, steigenden Energiekosten und potenziellen Lieferkettenunterbrechungen. In diesem Szenario wird die Fähigkeit Südtiroler Unternehmen, sich schnell anzupassen und zielgerichtete Strategien für verschiedene Märkte zu entwickeln, entscheidend für die Sicherung eines mittel- bis langfristigen Wachstums sein.